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Hygieneschutz aufgrund Corona


Beginn einer neuen Ära im Neusorger Damen-TT
Geschrieben von: Sacher, Gerald   
Sonntag, den 20. September 2020 um 10:37 Uhr

 

Der FC Bayern des Mädchen-Tischtennis

Triple-Sieger – natürlich denkt da jeder an den FC Bayern München. Doch ein paar Parallelen gibt es da auch in der nördlichen Oberpfalz. Die Mädchen-Tischtennis-Mannschaft des SV Neusorg ist das Maß aller Dinge im Bezirk Oberpfalz Nord. Und das nicht nur bei ihren Geschlechtsgenossinnen, sondern auch beim starken Geschlecht. Seit drei Jahren sind die Neusorger Mädels ungeschlagen und dabei drei Mal aufgestiegen bei den Jungen 18, und das obwohl die Teenager allesamt mittlerweile gerade einmal 13 Jahre alt sind.

Doch von Anfang an: Im Oktober 2013 nach ihrer Einschulung trafen sich acht ABC-Schützen in der Neusorger Schulturnhalle, um ihren Bewegungsdrang beim Tischtennis zu befriedigen. Isabella Roth und Corbinian Wedlich hatten alle Hände voll zu tun, um als frisch gebackene Übungsleiter der Rasselbande Herr zu werden. Doch gut strukturiert zeigten sich bald die ersten Fortschritte. Im Lauf der Zeit stiegen mit Roswitha Roth, Christina Stock-Schönfelder und Walter Kusa die „Ikonen“ des Neusorger Tischtennis mit ins Trainingsgeschäft ein. Die erste Bambini-Mannschaft wurde ins Leben gerufen, in der Schwandorfer Liga landeten die Neusorgerinnen dann auch gleich im ersten Jahr auf dem dritten Tabellenplatz. Die Erfolgsgeschichte nahm damit ihren Lauf. Die Mädels waren und sind bis heute beliebt, geachtet und gefürchtet zugleich, weil sie ohne jegliche Allüren ihre Spiele und Turniere absolvieren, aber dabei ihren Gegnern selten den Sieg überlassen. Mit zehn Jahren sind sie dann erstmals in der Jungenliga an den Start gegangen. Belächelt von den oftmals 16-, 17-jährigen oft zwei Köpfe größeren Gegnern gefror das Lachen schnell ein, wenn die Mädchen die Jungs in die Enge trieben und in den meisten Fällen die Oberhand behielten. „Ich hör auf“, „ich spiel nie wieder“ hörte man immer wieder beim Verlassen der Halle. Drei Jahre spielten die Fichtelgebirglerinnen nun bei den Jungs, drei Jahre blieben sie ungeschlagen, stiegen jeweils auf und standen auch in der vergangenen Spielzeit vorzeitig und verlustpunktfrei als Meister der Bezirksliga bereits fest, ehe Corona die Saison beendete. Wie sollte es weitergehen? Aufstieg in die Bezirksoberliga Jungen 18 wahrnehmen oder die Mannschaft bei den Damen melden? Da in der Nachwuchsliga jedoch nur drei Gegner feststanden und eine Doppelrunde absolviert werden sollte gab es eigentlich nur den Wechsel in die sicherlich anspruchsvolle Damenliga. Hier wartet nun auf jeden Fall ein ganz anderer Spielstil auf die Mädels. War bei den Jungs ein schnelles Angriffsspiel mit wenig Schnörkel das Wichtigste, so ist bei den Damen Geduld beim Schupfen und Schneiden gefragt, zudem sind hier viele Belagsspielerinnen aktiv.

Angst und Bange ist keinem der Mädchen vor der neuen Herausforderung, sind sie doch „gestählt“ von unzähligen Einzel- und Mannschaftswettkämpfen. Als Stammgäste auf Bezirks- und Nordbayernebene bis hin zu den Bayerischen Meisterschaften haben sie doch schon viele Erfahrungen gesammelt, so dass zwar der neue Spielstil gewöhnungsbedürftig sein dürfte und es dabei auch zu Rückschlägen kommen wird, doch davon lässt sich keine Akteurin den Spaß an ihrem Sport vermiesen. Wie gut es um das Mädchen-Tischtennis beim SV Neusorg bestellt ist, davon konnten sich die Gegner beim letzten ausgetragenen Turnier auf Verbandsebene überzeugen. Mit sage und schreibe sieben Mädchen stellte der kleine SV Neusorg die meisten Teilnehmerinnen im Feld.

Von den acht Mädchen aus dem Jahr 2013 blieben bis heute sechs bei der Stange: Emilia Schönfelder, Saskia Sacher, Antonia Schraml und Emily Sischka bilden das Gerüst der Ersten Damenmannschaft des SV Neusorg und werden unterstützt im Bedarfsfall von Emilia Sperrer, die zusammen mit Paulina Heindl die „Speerspitze“ der ersten Mädchenmannschaft bildet. Die nächsten ambitionierten Mädchen scharren dabei schon mit den Hufen, Sarah Hecht ist bereits top auf Bezirksebene und auch Nele Philipp, Hannah Sischka oder Selina Dötterl sind auf dem besten Wege dahin. Gerade die Jüngeren können sich ein gutes Beispiel an den Älteren nehmen was den Trainingseifer betrifft, die Absage einer Übungseinheit wegen einem Kindergeburtstag oder einer Familienfeier kommt für sie überhaupt nicht in Frage. Dieses Engagement ist sicherlich auch für das Trainerteam eine Motivation, ihre Tätigkeit allen auch coronabedingten Widrigkeiten zum Trotz weiter auszuüben und damit das Leistungsniveau ihrer Schützlinge weiter zu unterstützen. Mit Noah Ernstberger erhalten Roswitha Roth, Christina Stock-Schönfelder und Walter Kusa mittlerweile jugendliche Unterstützung im Trainingsalltag.

Denn eines ist sicher: ein Schalke 04, das sich widerstandslos abschlachten lässt, gibt es in der Damenliga sicherlich nicht.

Unser Bild zeigt von links: Mannschaftsbetreuerin Christina Stock-Schönfelder, Emily Sischka, Emilia Schönfelder, Antonia Schraml und Saskia Sacher vor dem ersten Punktspiel als Damen in Pressath

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 20. Oktober 2020 um 07:38 Uhr
 
 

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