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Überragende Erfolge bei den Verbandsmeisterschaften
Geschrieben von: Sacher, Gerald   
Montag, den 15. November 2021 um 10:42 Uhr

 

Tischtennis – Verbandsmeisterschaften Nord-Ost

 

So ein großartiges Ergebnis haben die erfolgsverwöhnten Neusorger Tischtennis-Mädchen noch nie erreicht. Stellten sie mit sechs Teilnehmerinnen ohnehin schon die stärkste Vereinsabordnung (mit Nele Philipp musste ihre Nummer eins bei den U13 sogar noch kurzfristig absagen), so schafften bei den Verbandsmeisterschaften Nord-Ost in Beratzhausen sage und schreibe fünf Spielerinnen die Qualifikation für die Bayerischen Meisterschaften, die am 11./12. Dezember in Dillingen ausgetragen werden.

Ohne Ambitionen trat die ungesetzte Antonia Schraml (seit einem Monat 15 Jahre) als Jüngste erstmals in der Altersklasse U18 an den grünen Tisch, Lernen von den alten Hasen war angesagt. Dies schien sich bereits in der ersten Partie zu bestätigen, die wesentlich höher eingestufte Sophie Wild (Detag Wernberg) sorgte für eine schnelle 2:0-Führung. Doch Schraml kämpfte sich zurück, schaffte den Ausgleich, bevor mit ihrem 11:9 im fünften Satz die erste große Überraschung feststand. Nach einer Niederlage und zwei weiteren Erfolgen stand der Einzug ins Viertelfinale als Gruppenzweite fest. Gegen Alma Körner (SpVgg Zeckern) ging sie sogar als leichte Favoritin ins Rennen und wurde dieser Rolle auch in vier Sätzen gerecht. Das Semifinale sollte für die ca. 150 Punkte höher eingestufte Hanna Grabinger vom TSV Klardorf eigentlich „a gmahde Wiesn“ werden. Doch Antonia kam gut ins Spiel und führte sogar mit 2:1. Nun drehte Grabinger auf, holte sich Durchgang vier und führte 9:7 im fünften. Doch die Neusorgerin schlug zurück, ließ sich auch von Matchbällen gegen sich nicht irritieren und schaffte mit einem 13:11 sensationell den Sprung ins Finale. Sophia Ziegler vom TV Nabburg hieß wie schon in der Vorrunde bei der einzigen Niederlage ihre Gegnerin und die große Turnierfavoritin. Diese wurde ihrer Rolle denn auch gerecht und sicherte sich souverän den Verbandstitel. Die größte Überraschung war jedoch der zweite Platz von Antonia Schraml.

Das vermutlich ausgeglichenste Teilnehmerfeld erwartete bei den U15-Mädchen gleich drei Neusorgerinnen, die allesamt als „Gesetzte“ ins Rennen gingen. Als Gruppensieger wurden Saskia Sacher und Emilia Schönfelder sowie als -zweite Emily Sischka ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht und zogen damit ins Achtelfinale ein. Die KO-Phase begann ganz nach dem Geschmack der Fichelgebirglerinnen: drei Spiele – drei Siege – kein Satzverlust. Im Viertelfinale musste dann eine von ihnen ausscheiden, da es zum Duell zwischen Schönfelder und Sischka kam. Sischka führte schnell mit 2:0 und schien einem sicheren Sieg entgegenzusteuern. Doch bei Schönfelder erwachte das Kämpferherz, holte Punkt um Punkt auf, bevor sie sich mit einem 11:8 im Fünften doch noch das Ticket fürs Halbfinale sicherte. Schwer kämpfen musste Saskia Sacher an der nächsten Platte gegen Alexandra Lang (Siemens Erlangen). In den ersten vier Durchgängen musste sie jedes Mal einem hohen Satzrückstand hinterherlaufen, ehe sie zumindest zwei Mal noch aufholen konnte. Erst im Entscheidungssatz ließ sie von Beginn an keinen Widerstand mehr zu und holte sich diesen glatt mit 11:4. Im Duell der Freundinnen ging es zwischen Schönfelder und Sacher um den Einzug ins Finale. Sacher schien mit einem 11:5 im ersten Durchgang bereits auf der Siegerstraße, doch mit zwei Sätzen in der Verlängerung drehte wie schon in der Runde zuvor Schönfelder das Spiel und zog verdient ins Finale ein. Auch hier wartete mit Elina Meyer (TSV Unterlauter) die große Turnierfavoritin auf die Neusorgerin. Doch Emilia Schönfelder zeigte keinerlei Respekt, konterte das auf die Rückhand ausgelegte Angriffsspiel ihrer Gegnerin perfekt und holte sich damit Satz Eins mit 12:10. Nach einem vergebenen Satzball schlug Meyer mit einem 13:11 zum Ausgleich zurück. Trotz eines glatten Satzverlustes kam Schönfelder im Vierten wieder stark zurück, hatte auch hier Satzball, ehe die Favoritin dann doch mit 13:11 die Oberhand behielt und sich den Turniersieg holte. Im Spiel um Platz Drei wollte sich Jasmin Steier vom TuS Dachelhofen für ihre letztjährige unglückliche Niederlage gegen Saskia Sacher revanchieren. Doch ohne Sacher – war der erste Durchgang mit 14:12 und beidseitigen Satzbällen noch hartumkämpft, so liefen die beiden weiteren Durchgänge doch glatt für die Neusorgerin, die sich damit den dritten Rang und dem weiteren Platz auf dem Stockerl sicherte. Emily Sischka kam am Ende noch auf den sehr guten siebten Platz.

Bei den Jüngsten U13 waren mit Hannah Sischka und Selina Dötterl zwei weitere Neusorgerinnen am Start. Die Anspannung bei beiden war groß, was sich auch auch auf ihren Turnierstart auswirkte. Beide gingen in ihren Gruppen mit jeweils einer Niederlage ins Rennen, bevor sie ihre Nervosität dann doch ablegen und sich als jeweils Zweite für das Viertelfinale qualifizieren konnten. Ohne Satzverlust gelangen sowohl Sischka als auch Dötterl souveräne Siege, mit denen sie sich nicht nur fürs Halbfinale sondern auch gleichzeitig für die Bayerische qualifizierten. Im Semifinale hatte dann Dötterl keine Chance gegen die spätere Turniersiegerin Eva Schirmer (TSV Unterlauter). Wesentlich enger ging es da schon im zweiten Spiel um den Finaleinzug zwischen Sischka und Sophie Schenk (TV GlückAuf Wackersdorf) zu. Sischka führte mit 2:1 und schien einem Sieg entgegenzusteuern. Doch Schenk erwies sich nach ihren Fünf-Satz-Erfolg über Dötterl in der Vorrunde zum zweiten Mal als Neusorger „Schreckgespenst“ und drehte auch gegen Sischka die Partie noch einmal um. Im Vereinsduell um den Platz auf dem Treppchen wurde Hannah Sischka ihrer Favoritenrolle in vier Sätzen gerecht und verwies damit Selina Dötterl auf den vierten Rang.

Mit Antonia Schraml. Emilia Schönfelder, Saskia Sacher, Hannah Sischka und Selina Dötterl fahren sage und schreibe fünf Spielerinnen des „kleinen“ Sportverein Neusorg zu den Bayerischen Meisterschaften. Auch wenn hier der gesamte Bayernkader dazustößt, der im Gegensatz zu den „normalen“ Spielern auch während des über einjährigen Lockdowns voll durchtrainieren durfte, wird alleine schon die Teilnahme für jede von ihnen sicherlich zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Unser Bild zeigt von links: Hannah Sischka, Trainerin Christina Stock-Schönfelder, Emilia Schönfelder, Emily Sischka, Saskia Sacher, Antonia Schraml, Selina Dötterl und Trainerin Roswitha Roth.

 

Ebenfalls dabei sind die Bilder nach den Siegerehrungen in den einzelnen Altersklassen

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 13. Dezember 2021 um 09:18 Uhr
 
 

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